AMI im Zeichen der Elektromobilität Drucken
Mittwoch, 14. April 2010 00:00
Auf der Leipziger Automobil International (AMI) konnte sich der energiepolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag, Mike Hauschild, einen Überblick über die Angebote der Autoindustrie zur Elektromobilität verschaffen. Im Gespräch mit den Aussteller erfuhr Hauschild die Ansätze und Erwartungen der einzelnen Hersteller und ließ sich über den Stand der Technik informieren. Einhellig erklärten alle Anbieter, dass das größte Problem für ein Elektromobil immer noch die Energiespeicher sind. Deshalb sehen die Meisten ihre Fahrzeuge vor allem als Stadtautos mit begrenzter Reichweite an. Auch heute sind ein großer Prozentsatz der Autofahrer nur in einem Umkreis von 50 Kilometer unterwegs, diese Reichweite kann ein Elektromobil nach heutigen Standard ohne weiteres bewältigen.

„Die Elektromobile werden langfristig die Fahrzeugindustrie wandeln,“ ist sich Hauschild sicher, „wie man beispielsweise am Stand des BMW-Werkes erfahren konnte, werden bei den Autos nicht einfach nur die Verbrennungsmotoren durch Elektroantriebe ersetzt, sondern mit neuen, leichteren Materialien gearbeitet. Kleine Probleme fordern innovative Lösungen. So wird bei Audi die unerwartete Frage, wie man ein Fahrzeug ohne warme Abluft eigentlich heizt, mit einer Wärmepumpe gelöst.“

Großes Augenmerk legen die Hersteller auch auf mögliche Infrastrukturen für Aufladestationen. Die langen Ladezyklen und das Nutzungsverhalten der Fahrer werden von vielen Anbietern derzeit in Feldversuchen getestet. Dabei zeigt sich jetzt schon, dass viele Nutzer ihre Fahrzeuge am liebsten zuhause aufladen, was sicher auch mit den langen Ladezeiten zu tun hat.

„Gerade bei der Sicherstellung der Infrastruktur und möglichen Standards werden wir mit den Herstellern im Dialog bleiben,“ meint Hauschild, „denn nicht nur die Fahrzeugindustrie selbst, sondern auch die Energie-Infrastruktur muss auf die neue Technik vorbereitet sein. Dafür sind Projekte, wie die von Bund und Land geförderte Modellregion Sachsen wichtig. Hier kann man in der Praxis Schwachstellen erkennen und abändern.“